Kustos kommentiert:
Widrige Wahrheiten über eine Welt des Wahnsinns.

Samstag, 21. Januar 2017

Schein gehabt

Kurz geklagt: Alte Menschen im Fokus des Nanny-Staates

Für alle, bei denen das Seniorendasein noch weit entfernt ist, mag es wie eine gute Idee klingen: Nach den Wünschen der Verkehrsversicherer sollen Senioren ab 75 Jahren zum Fahrtest. Noch in diesem Jahr wollen die Versicherungskonzerne „Standards für eine Testfahrt entwickeln“. Wer allerdings Statistiken lesen kann, der weiß, dass Prüfungen oft wahre Leistungsfähigkeiten verfälschen, wer gelernt hat, dass sich Gründe für Fahrunfähigkeit nicht nur bei Älteren finden lassen, und wer alte Menschen vor Demütigungen und weiteren Erschwernissen bewahren will, dem stellen sich dabei die Nackenhaare auf. Für den derart ganzheitlich Denkenden entpuppt sich diese Initiative nicht nur als Versuch, den Gewinn der involvierten Unternehmen zu maximieren, sondern als eine weitere Einübung in den bevormundenden Nanny-Staat, also den gewollten Verlust von Freiheit und Selbstverantwortung.

Samstag, 14. Januar 2017

Boykott-Bankrott


"Zensurstiftung offline:
Daumen drücken"
Eine neue Stufe des Angriffs auf die Freiheit
bewirkt erste Erfolge des Widerstands


Nachdem für Andersdenkende inzwischen Berufsverbote, Internetzensur und körperliche Attacken durch die Fußtruppen des neuen Milieus an der Tagesordnung und gesellschaftlich weitgehend legitimiert sind, war die Zeit reif für den nächsten Schritt der totalitären Umgestaltung unserer Gesellschaft. Nicht mehr nur direkt über Propaganda, Ausgrenzung und Kriminalisierung soll die Opposition mundtot gemacht werden, sondern nun auch auf der Ebene, auf der das System die größten Erfahrungen hat: mittels Marktwirtschaft oder eben dem, was davon global übriggeblieben ist.

Samstag, 7. Januar 2017

Nach-Gedacht: Schmutzige Noblesse

Quelle: Facebook privat
Ausgrenzung auf kulinarische Art

Der Wahn schreitet voran: Wir haben in diesem neuen Deutschland schon wieder Berufsverbote, Kriminalisierung, Bloßstellung, Verleumdung, Einschüchterung, Behinderung, Zensur. Bitte die Aufstellung beliebig ergänzen, denn das Arsenal, die Welt oder wenigstens die deutsche Zivilgesellschaft von Abweichungen der zuherrschenhabenden Meinung zu bereinigen, ist wahrhaft gewaltig. Seit ein Berliner Schickimicki-Restaurant sein schon bisher unsympathisches, aber legales Selbstdarstellungsbedürfnis damit befriedigt, AfD-Mitgliedern und -Sympathisanten den Eintritt zu verwehren, ist aber eine neue Dimension der Kombination von gelebtem Hass und Dreistigkeit erreicht. Neben Aufklebern gegen Waffen, Handys und Kameras klebt nun also auch ein Anti-AfD-Sticker an der Tür des „Nobelhart und Schmutzig“, das im Berliner Kreuzberg residiert, wo der Bezirk am hässlichsten ist (Friedrichstraße 218, bitte klingeln). Da ist der Name wirklich Programm.

Samstag, 31. Dezember 2016

Parkrat und Parkratten

"Killerclowns"
Am diffusen Denken scheitert die Welt
Die dunkelste Woche des Jahres ist ein guter Moment, über die Sommerzeit zu reden. Im gräulichen Jahr 2016, wo weitere elementare Dinge unseres Zusammenlebens den Bach runtergingen, meldeten sich besonders viele Eiferer, die gegen die Sommerzeit wetterten. Sie sei umständlich und schaffe einen „Mini-Jetlag“ mit katastrophalen Auswirkungen für viele Menschen. Der Fall ist symptomatisch für den Umgang des modernen Menschen mit komplexen Zusammenhängen: Viele, vielleicht die meisten, denken linear und glauben mit einem einzigen Argument komplexe Zusammenhänge erfassen zu können. Besonders in der Politik führt das zu „lustigen“ Ideen.

Samstag, 17. Dezember 2016

Wahnsinnige Weihnachten

"Verkehrte Welt"
Ein Kulturgut im Sog der Political Correctness
Die Edeka-Weihnachtsvideos sind inzwischen Kult. Nach dem einsamen Opa im Vorjahr gab es nun den berührenden Appell, trotz aller weihnachtlichen Verpflichtungen Besinnlichkeit und Zuwendung für die Kinder nicht zu vergessen. Es gebe zu Weihnachten nicht nur ein „Muss“ und ein „Soll“, sondern auch den Willen zur Gemeinsamkeit, so lautete die Botschaft, die im Internet millionenfach angeklickt wurde. Doch Edeka hatte die versöhnliche Rechnung ohne die allzeit bereiten Politkommissare gemacht. Die fanden in dem Spot ein Bruchteile von Sekunden sichtbares Nummernschild M-U-SS 420, und darin enthalten seien die SS-Runen, und die seien schließlich verboten, und das gehe ja so gar nicht. Ein kleinerer Bruchteil dieser Pharisäer wies dann tatsächlich auch noch darauf hin, dass die 420 ein deutlicher Hinweis auf Hitlers Geburtstag (20. April) sei. Wo stehen wir, wenn solche Dinge allen Ernstes zum Problem erkoren werden? Dabei hat Weihnachten schon genug um die Ohren.

Samstag, 10. Dezember 2016

kurz-geklagt: Kummer-Nummer

"Toleranzpolitik"
Quelle: Zeit Online
Polizeiarbeit wird instrumentalisiert

Während die Mainstream-Medien die Vergewaltigungsfälle in Freiburg und anderswo gebetsmühlenartig voller Panik entflüchtlingisieren, scheint sich in den alternativen Medien und Kommentaren des Internets eine umgekehrte Geisteshaltung breitzumachen. Zumindest unausgesprochen wird jeder nach Deutschland migrierte Ausländer unter Generalverdacht gestellt. Ich finde das jenseits offizieller Empörungsrituale in der Tat empörend. Gerade wenn der Staat und seine Eliten mit Verdächtigungen und Unterstellungen arbeiten, müssen diejenigen, die sich als demokratische Opposition wahrnehmen, sich erst recht um Wahrhaftigkeit und Anstand bemühen.

Samstag, 3. Dezember 2016

Im Wahn liegt Wahrheit

"Brain-Billard"
Bildquelle: 
economist.com
Das neue Milieu tilgt die Realität
Wenn in Schwerin ein Politiker der Linken sich selber mit einem Messer Schnittverletzungen zufügt und dann behauptet, er sei von Rechtsradikalen überfallen worden, ist das nicht nur politisch ein Skandal, sondern auch ein Ausdruck dessen, dass Menschen unter bestimmten Umständen moralisch und kognitiv den Kontakt zur Realität verlieren können. Hier hatte der Politiker seinen Ängsten und Wahnvisionen eigenhändig den Sprung in die Realität ermöglicht, natürlich auch mit dem Hintergedanken, damit ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu treten.